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Station
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Hausmülldeponie Im Dienstfeld | |
| In Deponien, die mit Hausmüll gefüllt werden, kommt es nach einer Anlaufzeit von 1½ bis 2 Jahren zur Gasbildung durch biologische Abbauprozesse. Hierbei wird die in den eingelagerten Abfällen enthaltene Biomasse durch bakterielle Vorgänge zersetzt. Dabei entsteht Deponiegas, dessen Hauptbestandteile Methan und Kohlendioxid sind. Derzeit erzeugen 2 BHKW zusammen ca. 800 kW elektrische Leistung. Prognostizierte Strom-Laufzeit: weitere 5 - 10 Jahre! | ||
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Was ist Deponiegas?
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In Deponien, die mit Hausmüll oder hausmüllähnlichen Abfällen gefüllt werden, kommt es nach einer Anlaufzeit von 1½ bis 2 Jahren zur Gasbildung durch biologische Abbauprozesse. Diese mikrobiologischen Umsetzungsprozesse laufen im Deponiekörper unter Ausschluss von Sauerstoff (anaerob) ab. Hierbei wird die in den eingelagerten Abfällen enthaltene Biomasse, wie sie z.B. in Lebensmittelresten, Speiseabfällen, Grünabfällen, Textilien etc. vorkommt, durch bakterielle Vorgänge zersetzt. Dabei entsteht Deponiegas, dessen Hauptbestandteile Methan (CH4) und Kohlendioxid (CO2) sind. Methan ist ein ungiftiges, energiereiches Gas, das leichter als Luft
ist. In Mischung mit Luft kann es brennbare oder explosionsfähige
Gemische bilden. Methan hat eine atmosphärische Aufenthaltszeit von
10 Jahren und ist damit sehr langlebig. Die Wirksamkeit zum so genannten
"Treibhauseffekt" ist ca.30 mal so groß wie die des Kohlendioxids. Weitere Spurengase können in Abhängigkeit von biochemischen Abbauvorgängen und der Art der in der Deponie gelagerten Stoffe auftreten. |
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Gasertrag
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Der Gasertrag ist von der Feuchtigkeit im Deponiekörper und der Zusammensetzung des Abfalls abhängig. Der für die Gasbildung ideale Feuchtigkeitsgehalt liegt bei 40%. Durch die anaerobe Vergärung entstehen dabei im Müllkörper Temperaturen von 70° C. Unter diesen Milieubedingungen ist der Gasertrag am größten. | |
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Absaugung
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An der "Hausmülldeponie
Im Dienstfeld"/Aurach wird das im Deponiekörper entstehende Deponiegas
über 118 so genannte "Gasbrunnen" abgesaugt und einer Sammelstation
zugeführt. Durch Unterdruck wird das Gas der Verdichterstation zugeführt.
Dort wird die Zusammensetzung und Qualität des Deponiegases überwacht,
bevor es den beiden Blockheizkraftwerken zur Verbrennung zugeführt
wird. Wird das beim Gärprozess in Deponien entstehende Gas nicht abgesaugt und einem BHKW oder einer Fackelstation zur Verbrennung zugeführt, besteht die Gefahr, dass die so genannten Treibhausgase Methan und Kohlenstoffdioxid unkontrolliert in den angrenzenden Boden oder die Luft entweichen. |
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Stromerzeugung aus Deponiegas
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Die Stromerzeugung
aus Deponiegas an der "Hausmülldeponie Im Dienstfeld", Aurach,
begann 1994 mit der Inbetriebnahme des 1. Blockheizkraftwerkes (BHKW). Im
Herbst 1995 ging das 2. BHKW in Betrieb. 1999 bzw. 2002 wurden die beiden
BHKW's gegen modernere und wirtschaftlicher arbeitende Anlagen ausgetauscht.
Die Zunahme in der Stromerzeugung ist im nebenstehenden Diagramm ablesbar.
Die Abnahme der Gasmenge seit etwa Mitte des Jahres 2000 ist der weitgehenden
Zwischenabdeckung der Deponie mit Kunststoffbahnen und der dadurch fehlenden
Feuchtigkeit im Gärprozess zuzuschreiben. Inzwischen wurden Maßnahmen
ergriffen, der Deponie gezielt Feuchtigkeit zuzuführen, so dass mit
einer Zunahme an Deponiegas und einer daraus resultierenden Erhöhung
des Stromertrags zu rechnen ist.
Für die bei der Stromerzeugung entstehende Abwärme (ca. 65%) ist bei dieser Anlage aufgrund der abgeschiedenen dezentralen Lage keine Nutzungsmöglichkeit vorhanden. |
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Anlagendaten
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Inbetriebnahme
der Anlage: 1994 Ablagerung Müll gesamt: ca. 1,1 Mio. t Leistung BHKW 1 470 kW Leistung BHKW 2 370 kW Gesamtertrag: im Jahr 2003 ca. 2.500 - 3.000 MWh (entspricht dem Strombedarf von etwa 750 Haushalten) |
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Einsparung
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Mit dieser Anlage werden durch regenerative Stromerzeugung jährlich ca. 1.587 t bzw. 807.800 m³ CO2 eingespart. | |
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Wegbeschreibung
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Von Aurach auf der B14 Richtung Feuchtwangen. |
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Besichtigung |
nach vorheriger
telefonischer Absprache möglich |
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