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Station
13
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Biomasseheizwerk Dinkelsbühl | |
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hochmoderne Heizwerk versorgt 12 öffentliche Gebäude mit Fernwärme
(Grund- und Hauptschule mit Turnhalle, Hallenbad, Gymnasium, Wirtschafts-,
Förderschule, Krankenhaus, Altenheim, betreutes Wohnen, Kindergarten
und Turnhalle). Die Grundlast der Wärmeerzeugung übernehmen zwei Biomassekessel mit 400 kW und 2.140 kW Leistung. Die Wärmeverteilung erfolgt über ein ca. 2.500 m langes Wärmenetz aus doppelt isolierten Rohren. Hier ersetzen die örtlichen Holzlieferanten mit ca. 3.500 Tonnen Hackschnitzeln jedes Jahr an die 750.000 Liter Heizöl. |
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Holzhackschnitzel
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Holzhackschnitzel werden mit Hilfe eines Hackers aus Rest- und Schwachholz produziert, zum Beispiel aus den Teilen eines Baumes, die sich nicht für die Nutzholzproduktion eignen. Auch Landschaftspflegeholz, das von den Kommunen entsorgt werden müsste, ist geeignet. Voraussetzung für den problemlosen Einsatz in den Heizanlagen ist eine möglichst einheitliche Größe und ein geringer Wassergehalt der Hackschnitzel. Fremdstoffe wie Metallteile, Steine oder andere Verunreinigungen sollten in den Hackschnitzeln nicht vorhanden sein, da sie sowohl die Zuführvorrichtung in den Brennraum als auch Bestandteile der Brennkammer beschädigen könnten. | |
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Günstige Randbedingungen
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Die großen Abnahmemengen an Wärmeenergie waren bei der hier vorgestellten Anlage ein wichtiges Argument für das Konzept der Wärmeversorgung mit Biomasse. Das Heizwerk wird von den Stadtwerken Dinkelsbühl betrieben und versorgt 12 Gebäude mit Fernwärme (Grund- und Hauptschule mit Turnhalle, Hallenbad, Gymnasium, Wirtschafts-, Förderschule, Krankenhaus, Altenheim, betreutes Wohnen, Kindergarten der kath. Kirche und Turnhalle des TSV). |
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Heizkessel
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Die Wärmeerzeugung
übernehmen zwei Biomassekessel mit 400 kW und 2.140 kW Leistung. Die
Kessel wurden so dimensioniert, dass der kleinere Kessel das ganze Jahr
in Betrieb ist und der große Kessel erst in der Heizperiode zugeschaltet
wird. Die Spitzenlast wird im Bedarfsfall (erst ab Außentemperaturen
von -20°C über eine Dauer von 14 Tagen) von einem Gaskessel im
Heizwerk mit Leistung von 1.700 kW abgedeckt. Die Wärmeverteilung erfolgt über ein ca. 2.500 m langes Wärmenetz aus doppelt isolierten Rohren. Über einen Plattenwärmetauscher bei den Abnehmern wird die Wärme des 90° C heißen Wassers aus dem Vorlauf auf das Wasser der einzelnen Heizkreisläufe übertragen. Die Rücklauftemperatur liegt bei 70° C. |
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Hackschnitzelvorrat
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Die Hackschnitzelvorräte
werden in zwei Vorratsbunkern mit einem Fassungsvermögen von insgesamt
ca. 330 m³ am Heizwerk und in einer nahe gelegenen Lagerhalle mit über
900 m³ gelagert. Zum Einsatz kommen etwa zu 75% Sägerestholz und Landschaftspflegeholz und zu 25% Waldhackschnitzel aus der Region mit einem durchschnittlichen Wasser von 30%. Der Jahresbedarf beträgt rund 3.600 t bzw. 14.400 m³ Biomasse. |
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Technik:
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Die Hackschnitzel
werden mittels Schubboden vom Vorratsbunker zum Kessel befördert. Auf
einem bewegten Rost erfolgen Trocknung und Vergasung der Hackschnitzel (Vorschubrostfeuerung).
Am Ende des Rosts wird die Holzkohle ausgebrannt. Die Asche bleibt übrig
und wird mit einer Schnecke zum Aschebehälter ausgetragen. Über den Rost erfolgt die Oxidation der brennbaren Gase bei Zuleitung von Primär- und Sekundärluft. Im Wärmetauscher geben die Rauchgase ihre Wärme an das Heizungswasser des Pufferspeichers ab. |
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Kenndaten
der Anlage |
Inbetriebnahme
der Anlage: September 2003 zu deckender Wärmbedarf: 10.750 MWh pro Jahr Leistung Kessel: 400 kW und 2.140 kW Fassungsvermögen Vorratsbunker: ca. 82,5 t bzw. 330 m³ Hackschnitzel Fassungsvermögen Lagerhalle: ca. 225 bzw. 900 m³ Hackschnitzel Jährlicher Verbrauch: rund 3.600 t bzw. 14.400 m³ Hackschnitzel |
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Einsparung
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Mit dieser Anlage werden gegenüber einer Einzelversorgung mit Erdgas jährlich etwa 2.411 t bzw. 1,23 Mio. m³ des Treibhausgases CO2 eingespart. Gleichzeitig wird durch die Nutzung von regional vorhandenen nachwachsenden Rohstoffen die heimische Wirtschaft gestärkt. |
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Wegbeschreibung
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Am Südring Richtung Crailsheim. | |
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Besichtigung |
nach vorheriger
telefonischer Absprache möglich Ansprechpartner: |
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