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Übersicht
| StationenWassertrüdingen
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Station
1
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Die
Gugelmühle |
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Entwicklung
Aus den Holz-Wasserrädern des Altertums entwickelten
sich im Zuge der Industrialisierung mit Einführung von Gusseisen
Turbinen der verschiedensten Konstruktionsformen. Die geeignete Turbinenart
wird in erster Linie von der Fallhöhe und der Wassermenge bestimmt.
Die am häufigsten verwendete Turbine ist die Francis-Turbine (Entwicklung
1849 des brit. Ingenieurs James Francis), da sie als Spiral- oder Schachtturbine
universell einsetzbar ist. Sie erreicht einen Wirkungsgrad von bis zu
91%. Wasserkraft in der Gugelmühle.
In der Gugelmühle werden zwei unterschiedliche
Arten von Turbinen zur Wasserkraftnutzung eingesetzt:
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1. Wasserkraftschnecke
Obwohl bereits in der Antike Wasserförderschnecken zur Bewässerung
der Felder eingesetzt wurden, wurde erst vor wenigen Jahren die Idee aufgegriffen,
den Prozess der Pumpschnecken umzukehren und als Turbinen einzu-setzen.
Die Wasserschnecke der Fa. Rehart ist in ihrer Ausführung ein Prototyp
und gilt aufgrund ihres Preis-Leistungsverhältnisses im Vergleich
zu einer leistungsstärkeren, aber sehr teuren Turbine als äußerst
wirtschaftlich.Der Wirkungsgrad der Wasserkraftschnecke liegt zwischen
einer modernen Turbine und einem alten Wasserrad. Das Wasser setzt beim
Überwinden der Fallhöhe die schräg liegende Schnecke in
Bewegung, die der an der Welle platzierte Generator in Strom umwandelt.
Durch die Zirkulation der Schnecke wird das Wasser mit Sauerstoff angereichert,
wovon Flora und Fauna in der Wörnitz profitieren.
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Kenndaten:
Hersteller:
Fa. Rehart, Ehingen, 2003
Fallhöhe: 1,80 m
Drehzahl:
28 Umdrehungen pro Minute
Wasserdurchfluss:
ca. 1,5 m³/sek
Anlagenleistung: 20 kW
Jahresleistung: ca. 45.000 - 100.000 kWh (je nach Wassermenge)
Abmessungen:
Länge ca. 5,5 m, Durchmesser ca. 2,20 m
Gewicht: 8 Tonnen
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2. Francis-Schachtturbine
Eine Francis-Turbine ist gleichzeitig Reaktions- und Überdruckturbine.
Vom Oberwassergraben strömt das Wasser durch den Rechen (1) und die
Schütze (2) in die offene Wasserkammer und durchfließt die
Turbine (3). Die Turbine (3) ist auf einen Betonunterbau (4) gestellt.
Die Verbindung zwischen Turbine und Unterwasser wird durch ein so genanntes
Saugrohr (5) her- gestellt, das die Sogwirkung des Unterwassers verstärken
soll. Die stehende Welle (6) der Turbine endet in einem Zahnradgetriebe
(7), das die Kraft auf eine Schwungradriemenscheibe (8) überträgt.
Über einen Riemenantrieb wurde früher die Mühle bzw. wird
heute für die Erzeugung von Strom ein Generator angetrieben. Die
Anlagenleistung ist unter anderem von der Fallhöhe (Unterschied Ober-
wasser zu Unterwasser), d.h. der möglichen aufzustauenden Höhe
abhängig.
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Kenndaten:
Hersteller:
Fa. Voith, Heidenheim, 1923
Fallhöhe: 1,70 m
Wasserdurchfluss:
3,2 m³/sek
Drehzahl:
50 Umdrehungen/Minute
Anlagenleistung: 45 kW
Jahresleistung:
ca. 100.000 - 200.000 kWh
(je nach Wassermenge)
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Verwendung
Mit dem erzeugten Strom werden zuerst Wohn- und Stallgebäude versorgt
(Eigenbedarf: ca. 10.000 kWh/a), der Rest wird ins öffentliche Netz
eingespeist. |
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Einsparung
Mit den beiden Wasserkraftanlagen wird der jährliche Ausstoß
an CO2 im Mittel um ca. 130t bzw. 66.181m3 vermindert.
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Besichtigung nach vorheriger telefonischer
Absprache möglich.
Herr Karl Meyer, Gugelmühle
Tel.: 09832 - 479
Hersteller Wasserkraftschnecke: Fa. Rehart GmbH, Ehingen |